Ausdauersport - wirkungsvoller Schutz vor Herzerkrankungen
Bewegung zählt zu den besten Möglichkeiten, sich einen wirkungsvollen Schutz vor Herzerkrankungen aufzubauen. So kann bereits eine Stunde Ausdauersport pro Woche das Risiko für eine Herzerkrankung fast halbieren. "Denn regelmäßige körperliche Bewegung senkt Blutfette, Blutzucker und Blutdruck, erweitert die Gefäße, steigert die Leistungsreserven des Herzens, bremst den Appetit und verringert das Körpergewicht", erläutert Prof. Dr. med. Hans-Jürgen Becker, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Herzstiftung.
Er fordert deshalb dazu auf, die milden Frühlingstemperaturen für sportliche Aktivitäten zu nutzen. Alle neu an Ausdauersport Interessierte sollten sich zunächst überlegen, auf welche Sportarten sie wirklich Lust haben. Wer nur wenig Spaß am Joggen findet, kann als Alternativen zum Beispiel Schwimmen, Fahrradfahren, Wandern, Nordic Walking oder unser „Just for Fun“- Volleyball-Training am späten Samstagnachmittag in der Baerler Turnhalle wählen.
Die Motivation zum Ausdauersport lässt sich fördern, indem man Wert auf Abwechslung legt, also die gewählten Strecken wie auch die Belastungen regelmäßig variiert. Training langsam steigern Sportanfänger wie Wiedereinsteiger neigen bei Trainingsbeginn oft dazu, ihre Leistungsfähigkeit zu überschätzen, was jedoch zu gesundheitlichen Schäden führen kann. Empfehlenswert ist die Faustregel: Gerade so schnell joggen, schwimmen oder Rad fahren, dass man zwar ins Schwitzen gerät, sich aber noch gut unterhalten kann. So ist eine maximale Trainingsdauer von 10 bis 30 Minuten in den ersten Wochen oft völlig ausreichend. Grundsätzlich gilt, sich an höhere Trainingsumfänge immer langsam heranzutasten, um die Gelenke und das Herz-Kreislauf-System nicht zu überlasten.
Beim Volleyball sind automatisch Pausen und Erholungsphasen integriert, dafür trainiert man aber auch über 90 Minuten, was dem Trainingsaufwand von ca. 30 min Joggen entspricht. Erfolge lassen sich oft schon mit einem relativ geringen Trainingsaufwand erreichen, wie wissenschaftliche Studien belegen. So kann die Gefahr für das Auftreten einer Herzerkrankung bereits mit einer Stunde Joggen pro Woche um mehr als 40 Prozent reduziert werden. Als optimal, um auf Dauer einen wirkungsvollen Schutz vor Herzerkrankungen zu erreichen, gelten aus medizinischer Sicht vier bis fünf wöchentliche Trainingseinheiten von 30 bis 45 Minuten. Ärztlicher Check vorab Anfänger und Wiedereinsteiger sollten sich vor der ersten Trainingseinheit ärztlich untersuchen lassen.
Dafür kann man zum Beispiel beim Hausarzt oder seinem Internisten einen Check vereinbaren, der möglichst ein Belastungs-EKG, eine Lungenfunktionsprüfung und ein Blutbild enthalten sollte. "Auch bereits bestehende Herzerkrankungen stellen meist keinen Grund dar, auf Ausdauersport zu verzichten", so Prof. Becker. Im Gegenteil: Sehr vielen Herzpatienten wird heute sogar ausdrücklich zu Ausdauersport geraten. Menschen, die unter einer Herzerkrankung leiden, sollten jedoch unbedingt mit ihrem Arzt abklären, welche körperlichen Belastungen für sie ideal und welche Grenzen nicht zu überschreiten sind.
Mehr zum Thema Ausdauersport und dessen gesundheitliche Vorteile gibt es unter www.herzstiftung.de. Quelle: Deutsche Herzstiftung e.V./Deutsche Stiftung für Herzforschung

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