Sven Maxheim
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Verletzungen mit Homöopathie behandeln

Die häufigsten Beschwerden beim Sport entstehen durch leichte Verletzungen wie Sturz, Schlag oder Stoß. Beim Volleyball sind grundsätzlich der Kopf und die Finger bzw. die Hände bis zum Handgelenk gefährdet, aber auch die großen Gelenke des Beines. .


Bei nicht geschützter Haut am Kniegelenk kann schnell eine Schürfwunde beim Fallen entstehen, weshalb hier der Schutz durch Knieschoner unerlässlich ist. Für instabile Sprunggelenke sind hohe Sportschuhe sehr wichtig. Es kommen aber auch Verrenkungen, Quetschungen oder Prellungen vor, sehr selten, und wenn, dann nur an den Fingergliedern oder Handwurzelknochen, auch Knochenbrüche. Ein „Erste-Hilfe-Kasten“ mit Verbandsmaterial und Eisspray befindet sich in der Sporthalle. Wenn die Verletzung bekannt ist und gegebenenfalls im Krankenhaus oder beim Hausarzt anbehandelt worden ist, kann man den Heilungsverlauf durch homöopathische Medikamente unterstützen.

Arnica (Bergwohlverleih)

Wenn Schlag, Prellung oder Sturz zu Schmerzen, Schwellung und Bluterguss geführt hat, die verletzten Körperteile sich „ wie wund und zerschlagen“ anfühlen, und eine Empfindlichkeit gegen Erschütterung und Berührung besteht und Bewegung verschlimmert bzw. Ruhe und Liegen bessert, dann ist die häufige Einnahme von Arnica hilfreich.

Bellis perennis (Gänseblümchen)

Dieses Mittel hilft gut bei Verletzungen tiefliegender Gewebe und bei Verstauchungen, bei Schmerzemfindung „wie gequetscht“, „gezerrt“, oder „klopfend“, auch bei „Muskelkatergefühl“. Wenn Arnica nicht greift, hilft Bellis perennis häufig, auch wenn Verhärtungen nach Verletzungen übrig bleiben.

Hypericum (Johanniskraut)

Dieses Mittel wird bei Verletzungen an nervenreichen Körperteilen bzw. an Nerven direkt angewandt. Kopf- und Wirbelsäulenverletzungen, Steißbeinprellung, Fingerquetschung, Verletzungen an Hand- und Fußsohle und Zahnverletzungen können so behandelt werden. Die Schmerzen sind dabei unerträglich, schießend oder stechend und reissend, mit Ausstrahlung. Es können bei diesen Schmerzen auch Kribbeln und Taubheitsgefühl vorkommen.

Ruta (Rautenblätter)

Ist der Knochen oder die Knochenhaut betroffen oder Sehnen und Bänder oder auch Schleimbeutel verletzt, kommt Ruta zur Behandlung in Frage. Die Schmerzen sollten sich dann wie „geprellt“, „zerschlagen“ oder „zerbrochen“ anfühlen. Das Mittel hilft besonders, wenn zusätzlich Unruhe, Schwächung oder Schweregefühl dazukommt und Kälte verschlimmert, aber Wärme und sanfte Bewegung lindern.

Symphytum (Beinwell)

Bei Verletzungen des Knochens und der Knochenhaut, insbesondere nach Schlag auf überstehende Knochen (Jochbein, Ellbogen, Knie und Schulter) kann man Symphytum einsetzen, aber auch bei Augen- oder Brustprellung (z.B. durch Ball, Ellenbogen oder Faust des Gegners).

Schmerzen bei lange zurückliegenden Knochenbrüchen und bei genereller Berührungsempfindlichkeit sprechen auch auf dieses Mittel an.

Bryonia (Zaunrübe)

Diese Arznei kann bei allen Verletzungen von Gelenken, Bändern, Muskeln und Sehnen angewandt werden, wenn dazu Bewegung verschlimmert, aber Wärme, sanfter Druck und Ruhe bessert. Die Leidenden haben großen Durst, reagieren auf jede Störung reizbar und wollen in Ruhe gelassen werden, bzw. schnell nach Hause. Die Beschwerden fühlen sich wie „Gliederschmerzen“ bei einer Grippe an, bei der es, nebenbei erwähnt, auch eingesetzt werden kann.

Ledum (Sumpfporst)

Wenn Stichverletzungen und Insektenstiche plagen, hilft Ledum, aber auch wenn Wunden entzünden und eitern. Auch Juckreiz, der durch Kratzen sich eher verschärft, und bei Zerrungen und Verstauchungen mit bläulich-roter Verfärbung der Hautstellen kann Ledum heilend eingesetzt werden. Obwohl sich diese Stelle kalt anfühlt, bessert sich der Schmerz doch bei Kälteauflagerung und verschlimmert sich bei Wärme.

Rhus toxicodenron (Giftsumach)

Diese Heilpflanze kann bei vielen Verletzungen von Gelenken, Bändern, Sehnen und Muskeln angezeigt sein, insbesondere bei Überdehnungen, Zerrungen und Verstauchungen, deren Schmerzen in Ruhe schlimmer, aber durch leichtes, fortwährendes Bewegen besser werden, bzw. wenn Steifigkeit durch Ruhen aufkommt. Es hilft dann, wenn nachts der Leidende nicht liegen kann und ständig seine Lage ändern muss, Wärme gut tut und Kälte und/oder Nässe verschlimmert.

Calendula (Ringelblume)

Dieses Homöopathikum wird gerne bei Quetschungen, Zerreißungen im Gewebe und bei Muskelfaserrissen eingesetzt.

Auf die richtige Dosierung kommt es an

Die Mittel gibt es in Tabletten-, Tropfen- oder Kügelchenform, pro Gabe sind 1 Tablette oder 7 Tropfen oder 7 Kügelchen erforderlich. Diese müssen unter der Zunge zergehen und man sollte 10 Minuten vorher und nachher nichts anderes in den Mund nehmen. Meist merkt man die erste Wirkung nach etwa 15 Minuten, frühestens nach weiteren 15 Minuten kann die Einnahme wiederholt werden, bei Bedarf bis zu viermal täglich. Die Apotheke besorgt diese Mittel, empfohlen ist eine Potenz von C12 oder D4 oder D6, z.B. „Ledum C12“ oder „Bryonia D4“.

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